Von Zerrissenheit, Zwiespalt und Konflikten meines Inneren…

Alles passiert immer aus einem bestimmten Grund. Richtig? Bist du auch schon da angekommen, dass du von deinem Leben sagst, alles „Gute“ und alles „Schlechte“ ist alles einst passiert um etwas anderes ins Rollen zu bringen und so weiter und nun stehst du dort. Als die Person, als die du dich beschreibst, die das erlebt hat, was sie erlebt hat und nun das tut, was sie eben tut. Bist du denn glücklich? Das ist wieder eine andere Frage, denkst du. Aber ist es das wirklich?
Weißt du, ich hatte eine wirklich Ermüdende und niedermachende Woche erlebt, aber nicht, weil mir irgendwas schlimmes passiert ist. Nein nein. Ich hab mich voll und ganz von meinen ganzen ängstlichen und fragenden, suchenden Gedanken vereinnahmen lassen. Ich war dauermüde und sehr pessimistisch, was mein Leben angeht. Wofür bin ich denn nun da? Was soll ich denn hier eigentlich auf der Welt? Ist das Studium nun echt jetzt das was ich will? – Und das eine Woche bevor es überhaupt angefangen hat. Ich schaute mich um, nach anderen Möglichkeiten. Ich weiß ja nun schon länger, dass ich es gern habe, meine Gedanken und nun auch Erfahrungen und Gefühle hier niederzuschreiben und mit euch zu teilen. Danke für diesen wunderbaren Hinweis der in Form eines Kollegen meines Vaters auf mich zukam, dass ich diese Erfahrung des Blog Schreibens machen soll. Es kommt eben oft aus den Ecken, aus denen man es gr nicht erwartet. Zurück zum Thema, zum Abschweifen habe ich gleich noch ein paar Zeilen Zeit.

Ich stellte also vor allem in Frage, was ich bisher so entschieden habe. Ich habe mich aus einer vollkommenden aber eben doch nicht so vollkommenden Beziehung gelöst, ich habe mein Kindheitszuhause vollkommen abgerissen und bin zu einer Familie, die mich mehr fordert denn je, was mein inneres angeht. Es ist keine Zeit mehr zum Wegschauen oder Verschleiern. Und jetzt sitze ich hier. Zwei Tage vor meinem ersten Tag an der Uni und eine Woche nach meinem emotionalen gedanklichen Tief. Und ich hab es wieder überstanden. Auf einmal ist alles so klar. Es ist eine Entscheidung sich vollkommen diesen Gedanken hinzugeben und einfach mal das Gefühl der Hilflosigkeit zuzulassen, ob es nun begründet „sein darf“ oder nicht, aber dann auch wieder den Blick zu heben, oder zu senken, und sich wieder zu zentrieren. Wieso fängst du nicht einfach mal an? Wie viele von den Persönlichkeiten, die du bewunderst haben ein Studium absolviert, haben direkt einen Job erhalten und waren dann bis an das Ende ihrer Tage glücklich? Wie viele haben letztendlich darin gearbeitet, was sie überhaupt studiert haben? Wiedermal wurde mir bewusst, dass es vollkommen sinnlos ist, wenn ich doch glücklich sein möchte, auf all das zu schauen, was ich jetzt noch nicht bin. Ich bin noch nicht am Ende, es ist noch nicht auf dem Papier, wie mein Leben verläuft. ABER DAS IST GUT SO. So gut, und so gesegnet. Wie schrecklich wäre es doch, wenn ich wüsste, was wie wann passiert. Geht es uns wirklich darum? Geht es dir darum? Ist es nicht das magische, jeden Tag aufs Neue hinzuhören und zusehen und zu fühlen, was ich heute für einen neuen Hinweis bekomme, für meinen wirklichen individuellen Lebensweg? Diesen schönen Input bekam ich heute erst. Wir alle haben doch schon einen geplanten Weg. Aber wir haben es bei unserer Geburt einfach wieder vergessen. So doof oder? Jetzt müssen wir uns ernsthaft wieder erinnern. Vorsicht, das war Ironie. An dieser Stelle darfst du gern etwas grinsen, oder auch ganz breit, ganz wie du magst, es ist deine Entscheidung. Jetzt Strecke ich dir die Zunge heraus, ob du es verstehst oder nicht. Jetzt habe ich wieder einfach meine Gedanken fließen lassen. Worauf hinauswollte ist, dass durch meine Zerrissenheit sich für mich etwas klar aufzeichnet und letztendlich durch die Aussage meiner zauberhaften Mitbewohnerin bestätigt wurde. Irgendwie ist mein Handwerk das Schreiben, denn ich mache es gern. Ich habe entschieden es mit euch zu teilen. Und als Grundschülerin habe ich bereits ein Buch schreiben wollen. Ein Teil oder vielleicht sogar die Aufgabe wird nun sein, euch mal irgendwann so etwas zu präsentieren. Wartet aber nicht darauf, denn das werde ich auch nicht. Ich vertraue wirklich jeden Tag mehr darauf, dass alles schon kommt wie es kommt und an manchen Tagen fühle ich mich super inspiriert, so wie heute, an anderen einfach gar nicht. An manchen Tagen will ich die Welt umarmen und an anderen will ich sie einfach bis ins kleinste Detail verstehen. So ist es halt. Jeder wie er mag, wann er mag. Aber ich bin bereit. I’m ready for ya. Warum ich euch das sage? Naja, weil ich es eben möchte. Und jetzt macht euch mal alle ein Stück weit weniger Sorgen. Ich fange ganz getrost am Montag mein Studium an, weil mich Biomedizin einfach sowasvon interessiert. Und ihr macht ebenfalls weiter euer Ding, oder ihr ändert etwas und werdet aktiv für euch selbst. Ist eben alles eure Kreation. Aber das… ist ein ganz anderes Kapitel.

Dicken Schmatzer,

Der Lehrling

Anci

2 Gedanken zu “Von Zerrissenheit, Zwiespalt und Konflikten meines Inneren…

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