Und das zum Jahresende…

Das aufgewühlte Gefühl verklungen, was bleibt, ist die Entschlossenheit. Endlich habe ich die Entscheidung getroffen, alles zu ändern. Mal wieder den Mut zusammenzunehmen um alles neu zu ordnen. Wenn ich es endlich mal schaffe alles von außen anzusehen, denk ich mir immer mit den Augen meines früheren Ichs: „Bist du eigentlich wahnsinnig?“ Und schließlich sage ich voller Stolz: „Ja, das bin ich.“

Was ist Erfolg für dich? Wie definierst du Glücklich sein? Was treibt dich an – jeden Tag? Was entfacht dein Feuer und lässt die Flamme am Leben?

Ich danke mir selbst, dass ich mir wieder den Raum gegeben habe es alles anzusehen und habe bereits einen neuen Wunsch an das Universum abgegeben. Diesmal einfach richtig und mit Vollgas.

Seine Studienwahl einfach wieder überdenken ist nicht einfach, wenn man sich mit allen Gefühlen und Gedanken daran herumplagt. Ich denke das ist es, was mich so lange zweifeln lassen hat. Aber seit Beginn hat sich ein Gefühl eingeschlichen von Unbehagen, Unwohlsein. Natürlich interessiere ich mich, aber allein zu wissen, dass die Jobaussichten die ich auf dieser Basis schaffe nicht im entferntesten dem Entsprechen, was ich mir vor mich vorstelle, reicht aus um zu sagen NEIN. Ich habe gedacht, ich müsste es durchziehen. Ich hab so viel Drama darum gemacht, es anfangen zu dürfen, weil ich überzeugt war DAS WILL ICH. Ich bin letztendlich einfach einer Illusion nachgelaufen, dass ich mir beweisen muss, dass ich schlau bin, dass ich Naturwissenschaften studieren kann – war ja vorher immer schon gut darin. Wenn einem dann am Ende 1/5 von allem gefällt ist das ziemlich ernüchternd. Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass es nicht immer rosarot beim studieren abläuft und man sich manchmal echt durchquetschen muss. Mein ganzer Körper fing aber langsam an sich zu wehren und hat mein Unterbewusstsein nach oben gekehrt. Schließlich kam es am vergangenen Sonntag zum Eklat: Ich will das nicht mehr. Gesagt getan.

Aber was nun? Zunächst kamen alle Gedanken, die ein solches Vorgehen mit sich bringen. Ich bin einfach nichts wert. Ich kann nichts zu Ende bringen. Was soll ich nur in dieser Welt, ich habe ihr einfach nichts zu geben. Dann fing es aber an, dass ich all die Liebe der Menschen, die mich zur Zeit begleiten spüren konnte und wieder anfing die Augen auf das Wesentliche zu richten. Es gibt in der Tat Dinge, die mir Freude machen und die ich gerne kann. Es gibt sogar Dinge die alleine mich auszeichnen. Und ich bin mutig, ich kann das durchziehen. Ich laufe eventuell vor etwas davon, aber auch das kann ich nur herausfinden, wenn ich weiter mache. Also fing ich an mir Stück für Stück alles neu zu kreieren. Daran anzuknüpfen, was ich bereits vor mir habe. Ich schrieb auf, was mich begeistert. Alles, vom Schreiben über Beyoncé, gutes Essen, der Natur, Blumen, gute Düfte zu der Liebe zu Menschen zu Sprechen und zu hören zu bekommen, dass ich etwas in ihnen bewegen konnte. Ich habe seit langem schon mal für mich formuliert, dass ich gern Menschen mit meinem Tun inspiriere. Schlussendlich habe ich in meinen gedanklichen Ausmalungen folgendes für mich formuliert: Ich möchte immer frei sein in meinem Tun, mich nicht durch Gedanken an Ängste einpferchen. Ich möchte mich nicht von Geld, Erfolg oder Wissen leiten lassen, sondern durch mein Herz. Ich möchte schreiben, über alle meine Erfahrungen auf der Reise und dabei Menschen weisen mir in gewisser Weise zu folgen, aus dem Konstrukt auszubrechen. Freiheit, Kreatitvität und pulsierendes Leben spüren.

Also, ich lasse euch nun daran teilhaben, wie das ist, seine Träume, die man als Träume ansah, über den Haufen zu werfen und mit neuer Kraft durchzustarten.

Ich bin dankbar dafür von so liebevollen Menschen umgeben zu sein, die mich nicht dafür verurteilen, was ich tue. Ich weiß, dass es in den meisten Fällen anders ist, wenn es um solche Entscheidungen geht. Findet die Kraft, auch wenn alles gegen euch scheint, trotzdem darauf zu hören, was da in euch spricht. Natürlich solltet ihr euch auch fragen, ob es etwas ist, was euch bereits passiert ist und ob vielleicht mehr darin steckt als ihr in dem Moment denkt. Das tut es immer.

Nun ist es so, dass ich entschied, studieren an sich, ist schon etwas für mich und ich hab sowas von Bock auf ein ausgelassenes Studentenleben in dem alle die gleichen Ängste durchmachen und sich zusammenraufen und durchgehen. Ich hatte am Anfang eine Vision über das studieren und die hat sich nicht erfüllt, das hat sicher dazu beigetragen mich unwohl fühlen zu lassen. Ich habe nur darüber gestresst, dass mir alles zu viel ist und ich so vieles nicht verstehe und sobald ich mich bemühe nicht mal ein mini Funken überspringt. Allerdings habe ich fortgehend mich selbst motivieren können und somit auch alle meine Mitstudis. Habt ihr was abgewählt? Nein quatsch, wir schaffen das schon. Jetzt bin ich es die sagt, nein. Ich höre hin, was mich mich selbst isolieren assen hat. Was mich immer größere Stimmungsschwankungen bishin zu depressiven Tagen beschert hat.

Weiterstudieren, aber was? Eine kleine Stimme in mir sagte gleich: Schau dir unbedingt Philosophie an, das leitet dich genau an das, was du gerade ohnehin schon tust. Alles zu hinterfragen, gerne zu schreiben, die Gedanken auszuweiten, andere Blickwinkel betrachten. Mich für die Gedanken der Menschheit zu interessieren, mich dafür zu interessieren, was ist. Nun bin ich dran, mich einfach besser über alles zu informieren. Mich interessiert nicht, wie schlecht die Job Aussichten sind, ich will nicht Philosophin werden. Ich möchte lediglich mein Spektrum weiten, meinen Geist, mein Herz. Ich möchte Schreiben. Ich möchte wieder leben spüren und glücklich sein. Gerade weist alles daraufhin, dass es Philosophie ist, die sie mir bringen könnte. Also wieso nicht ausprobieren? Ich habe bereits alle möglichen Artikel gelesen, mit Bekannten diskutiert und ein Hörbuch über Philosophen angefangen. Bisher gefällt es mir wirklich gut. Die E-Mails sind bereits raus und jetzt heißt es, ausharren wünschen und vertrauen, dass es klappt. Egal, was jetzt passiert, ich weiß es passiert zu meinen Gunsten, denn ich bin auf dem Weg, ich bin der Lehrling und ich liebe mein Leben und alles was es mit sich bringt.

Und jetzt frage ich euch, was haltet ihr von euren jetzigen Lebensumständen? Welche Bereiche bereiten euch Bauchschmerzen? Wieso? Und was fehlt euch um etwas daran zu ändern?

Ich kann euch nun sagen, am Ende ist es immer besser etwas unternommen zuhaben, als stehen zu bleiben.

Von Herzen,

Anci

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